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5 Questions with Herbert Stricker

5 Fragen an Herbert Stricker

Sanpetuna

1. Könnten Sie uns zunächst etwas über Ihre aktuellen Aktivitäten und Projekte in der Modebranche erzählen?

Aktuell führe ich mein kleines Unternehmen. Im März habe ich Liverano & Liverano verlassen und betreibe nun meine eigene Sartoria.

Ich hielt es für den richtigen Zeitpunkt, mich selbstständig zu machen, um den florentinischen Schnitt anzubieten, aber in einem frischeren Stil, und in naher Zukunft auch in digitale Software zu investieren und sie einzusetzen, um neben den klassischen Kleidungsstücken verschiedene Stile und Produkte anzubieten.

Sanpetuna

2. Was hat Ihr Interesse an Herrenmode geweckt und wie hat sich diese Leidenschaft im Laufe der Zeit entwickelt?

Als ich jünger war, habe ich mich immer für Mode interessiert und versucht, meinen Stil durch verschiedene Einflüsse zu definieren: Drei Jahre bei Gucci zu arbeiten, ermöglichte mir einen ersten kleinen Schritt in die Welt der klassischen Mode.

2015 bekam ich die Chance, meine Ausbildung bei Liverano zu beginnen, und der House Style begann mich zu prägen; ich näherte mich klassischen Kleidungsstücken und Accessoires an.

In letzter Zeit fühle ich mich sicherer darin, klassische Kleidungsstücke wie ein Sakko oder einen Mantel mit lässigeren und Vintage-Stücken zu kombinieren, um Stile, Stoffe und Schichten zu mischen und etwas Einzigartiges für mich zu schaffen.

Sanpetuna

3. Was ist Ihr einzigartiger Ansatz/Ihre einzigartige Philosophie, wenn es ums Anziehen geht?

„Erschaffen“ ist das Verb, deshalb habe ich meine Sartoria „POIESIS“ genannt; das ist ein Begriff aus der altgriechischen Philosophie. Er bezeichnet den Prozess, etwas ins Dasein zu bringen, den Akt der Schöpfung, unter Einsatz von Vorstellungskraft, Kunst oder geistiger Anstrengung.

Sanpetuna

4. Gibt es bei Ihnen persönliche Lieblingsmarken? Oder achten Sie beim Kauf eher auf Qualität/Design?

Ich mag Basics, aber auch etwas Raffinierteres, wie zum Beispiel: einen Ulster-Mantel, natürlich Sakkos, einen zweireihigen Anzug mit Kreidestreifen, Bundfalten-Chinos für den Alltag und Jeans. Ebenso ein tolles Jeanshemd oder ein Button-Down-Oxfordhemd.

Sanpetuna

5. Sie sind freiberufliche Schneiderin. Welche Schneiderschule besuchen Sie? Und was macht Ihre Produkte so besonders?

Ich habe meine Ausbildung bei Liverano and Liverano gemacht, fast sieben Jahre lang war ich dort.

Ich habe den florentinischen Schnitt gelernt und den besonderen Prozess hinter dem Produkt: Der Schnitt und die Handarbeit machen das Kleidungsstück ganz besonders.
Wenn Sie mein Sakko tragen, spüren Sie die Weichheit, den Komfort und den einzigartigen Schnitt.

Fügen Sie all diese Zutaten mit einem Vintage-Stoff aus meiner Sammlung zusammen (ich besitze mehr als 500 Vintage-Stoffe, von den 70ern bis in die 90er) und einer persönlichen Note, und heraus kommt Selbstsicherheit. Ein gutes Rezept.