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5 Questions with Leonardo Simoncini
Interview

5 Fragen an Leonardo Simoncini

Sanpetuna

1. Könnten Sie uns zunächst etwas über Ihre aktuellen Aktivitäten und Projekte in der Modebranche erzählen?

Ich leite derzeit mein kleines Unternehmen, habe Liverano & Liverano im März verlassen und leite jetzt meine Sartoria.

Ich dachte, es wäre der richtige Zeitpunkt für mich, mich selbstständig zu machen und den Florentiner-Schnitt in einem frischeren Stil anzubieten. In naher Zukunft werde ich auch in digitale Software investieren und diese implementieren, um neben den klassischen Kleidungsstücken auch andere Stile und Produkte anbieten zu können.

Sanpetuna

2. Was hat Ihr Interesse an Herrenmode geweckt und wie hat sich diese Leidenschaft im Laufe der Zeit entwickelt?

Als ich jünger war, habe ich mich immer für Mode interessiert und versucht, meinen Stil durch verschiedene Einflüsse zu definieren: Durch meine dreijährige Arbeit für Gucci konnte ich einen kleinen Schritt in Richtung Mode/klassische Kleidung machen.

Im Jahr 2015 bekam ich die Chance, meine Ausbildung bei Liverano zu beginnen und begann, mich vom Stil des Hauses beeinflussen zu lassen. Ich begann, mich klassischen Kleidungsstücken und Accessoires zuzuwenden.

In letzter Zeit kombiniere ich immer selbstbewusster klassische Kleidungsstücke wie Jacken oder Mäntel mit lässigeren Vintage-Klamotten, um Stile, Stoffe, Materialien und Lagen miteinander zu kombinieren und so etwas Einzigartiges für mich zu schaffen.

Sanpetuna

3. Was ist Ihr einzigartiger Ansatz/Ihre einzigartige Philosophie, wenn es ums Anziehen geht?

„Erschaffen“ ist das Verb, deshalb habe ich meine Sartoria „POIESIS“ genannt, ein Begriff aus der altgriechischen Philosophie. Er bezeichnet den Prozess, etwas ins Leben zu rufen, den Akt der Schöpfung mithilfe von Vorstellungskraft, Kunst oder intellektuellen Anstrengungen.

Sanpetuna

4. Gibt es bei Ihnen persönliche Lieblingsmarken? Oder achten Sie beim Kauf eher auf Qualität/Design?

Ich mag Basics, aber auch etwas Feineres, wie zum Beispiel einen Ulster-Mantel, Jacken, einen zweireihigen Anzug mit Kreidestreifen, Chinos mit Bundfalten für den Alltag und Jeans. Dazu ein tolles Jeanshemd oder ein Oxford-Hemd mit Button-Down-Kragen.

Sanpetuna

5. Sie sind freiberufliche Schneiderin. Welche Schneiderschule besuchen Sie? Und was macht Ihre Produkte so besonders?

Ich habe meine Ausbildung bei Liverano gemacht und bin dort seit fast 7 Jahren bei Liverano.

Ich habe den Florentiner Schnitt und den besonderen Prozess hinter dem Produkt kennengelernt: Der Schnitt und die Handarbeit machen das Kleidungsstück zu etwas ganz Besonderem.
Wenn Sie meine Jacke tragen, spüren Sie die Weichheit, den Komfort und den einzigartigen Schnitt.

Kombinieren Sie all diese Zutaten mit einem Vintage-Stoff aus meiner Sammlung (ich habe mehr als 500 Vintage-Stoffe aus den 70ern bis 90ern) und einer persönlichen Note. So entsteht Selbstvertrauen. Ein gutes Rezept.